Hochbegabt, hochsensibel, in Führung – warum das eine besondere Mischung ist
Manche Menschen haben nicht „viel im Kopf“.
Sie haben ein Hochleistungs-Rechenzentrum und eine hochauflösende Gefühlsantenne.
Wenn du hochbegabt und hochsensibel bist, fühlst du dich in Führung oft wie ein Betriebssystem, das zu viele Tabs offen hat und trotzdem irgendwie läuft.
Von außen wirkst du:
souverän
schnell
belastbar
Von innen fühlt es sich eher so an:
permanent „an“
schwer abschaltbar
ständig mitlaufende Kontextanalyse
Was an dieser Mischung besonders ist: doppelte Verarbeitungstiefe
Hochbegabung bringt häufig:
schnelles Mustererkennen
große Abstraktionsfähigkeit
hohe Problemlösegeschwindigkeit
Hochsensibilität (SPS) bringt:
feinere Reiz- und Emotionswahrnehmung
tiefere Verarbeitung
stärkere Resonanz auf soziale Signale ScienceDirect+1
Zusammen ist das: kognitive + emotionale Hochleistung.
Und ja, das kann dich zu einer herausragenden Führungskraft machen.
Aber nur, wenn du nicht in die klassische Falle rennst: doppelte Anpassungsintelligenz.
Doppelte Anpassungsintelligenz: Du passt dich an Systeme UND Menschen an
Hochbegabte passen sich oft an Systeme an, indem sie schnell lernen, wie der Laden funktioniert.
Hochsensible passen sich an Menschen an, indem sie Spannungen ausgleichen und Stimmungen regulieren.
Wenn beides gleichzeitig läuft, entsteht ein unsichtbarer Energieverbrauch:
Du denkst für drei Ebenen mit
Du fühlst den Raum mit
Du hältst den Rahmen mit
Und du wunderst dich, warum du abends „fertig“ bist, obwohl nichts Schlimmes passiert ist
Genau hier entsteht das Risiko von innerer Kündigung ohne Leistungsabfall. Das ist das Thema in folgendem Artikel: ➡️ Link einfügen.
Forschung: Overexcitabilities und Giftedness
Im Kontext Hochbegabung wird häufig Dąbrowskis Konzept der Overexcitabilities (OEs) diskutiert – Intensitäten in Bereichen wie emotional, imaginativ, intellektuell usw. Positive Disintegration+1
Wichtig: Das ist kein „Defekt“. Das ist Intensität.
Eine Meta-Analyse zu Overexcitabilities und Giftedness (neuere Arbeiten) untersucht den Zusammenhang über mehrere Studien hinweg. SAGE Journals+1
Die Quintessenz, ohne akademisches Gefasel: In der Giftedness-Forschung taucht „Intensität“ nicht als Ausnahme, sondern als wiederkehrendes Muster auf.
Für Führung heißt das:
Du bist nicht „zu viel“.
Du bist oft einfach zu fein eingestellt für grob designte Organisationen.
Das Risiko: Du wirst zur stillen Allzweckwaffe
Weil du schnell bist, wirst du für Komplexität genutzt.
Weil du fein bist, wirst du für Emotionen genutzt.
Weil du verantwortungsvoll bist, wirst du für Lücken genutzt.
Und irgendwann merkst du:
Du bist überall wichtig, aber nirgends geschützt.
Wenn du diesen Satz fühlst, lies den Artikel: Emotionale Intelligenz oder emotionale Ausbeutung.
➡️ Link einfügen.
Was du brauchst: weniger Selbstoptimierung, mehr Architektur
Hochbegabt-hochsensibel in Führung funktioniert nicht über „besseres Mindset“.
Es funktioniert über:
klare Rollen und Entscheidungsräume
Grenzen
Nervensystem-kompatible Arbeitslogik
bewusste Dosierung von sozialer Mitverantwortung
Fazit
Diese Mischung ist keine Bürde.
Aber sie ist eine besondere Betriebsanleitung.
Du brauchst nicht weniger Tiefe.
Du brauchst mehr Struktur, damit Tiefe tragfähig wird.
Wenn du dich in dieser Mischung wiedererkennst und endlich verstehen willst, wie du führst, ohne dich selbst zu verlieren:
👉 Kennenlerngespräch: https://calendly.com/info-29899/kennenlerngesprach-business-coaching?month=2026-01
Deine Kristin von #Gedankenakrobaten®
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