Kurz erklärt
Motive sind die Beweggründe hinter Verhalten: was ein Mensch erreichen, vermeiden oder erleben möchte. Sie beantworten eine andere Frage als Persönlichkeitseigenschaften. Eigenschaften beschreiben eher, wie ich mich typischerweise verhalte. Motive fragen: Was möchte ich erreichen, vermeiden oder erleben? Menschen können dasselbe Verhalten aus völlig unterschiedlichen Motiven zeigen.
Was sind Motive genau?
Motive beantworten eine andere Frage als Persönlichkeitseigenschaften.
Eigenschaften beschreiben eher:
Wie verhalte ich mich typischerweise?
Motive fragen:
Was möchte ich erreichen, vermeiden oder erleben?
Menschen können dasselbe Verhalten aus völlig unterschiedlichen Motiven zeigen.
Zwei Menschen arbeiten beispielsweise beide zwölf Stunden am Tag.
Der eine will Leistung und Einfluss.
Die andere will Sicherheit.
Ein Dritter möchte Anerkennung.
Eine Vierte liebt schlicht das Thema.
Deshalb reicht es nicht, Verhalten anzuschauen. Entscheidend ist die Funktion dahinter.
Im LPP werden Motive entsprechend als hinter Verhalten liegende Triebkräfte verstanden; der Bericht unterscheidet neun Handlungsmotive.
Was bedeutet das praktisch?
Zwei Menschen übernehmen dieselbe Führungsrolle: eine Person sucht Gestaltung und Einfluss, die andere Sicherheit oder Zugehörigkeit. Gleiches Verhalten, andere Funktion.
Womit werden Motive häufig verwechselt?
Nicht mit Eigenschaften oder Kompetenzen verwechseln: Motive beschreiben das Wozu, nicht das Wie-gut.
Die Gedankenakrobaten-Perspektive
Die Gedankenakrobaten-Perspektive verbindet Persönlichkeit mit Kontext. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Merkmal vorhanden ist, sondern wann es hilft, was es kostet, welche Funktion Verhalten erfüllt und ob es zur heutigen Umwelt noch passt.
Und bei dir?
Wo zeigen sich Motive bei dir als Ressource, und unter welchen Bedingungen wird daraus Reibung, Aufwand oder ein Passungsproblem?
Was davon würdest du heute bewusst genauso wählen, und was läuft eher automatisch weiter?