Kurz erklärt
Big Five und MBTI unterscheiden sich vor allem darin, ob sie Persönlichkeit auf Skalen messen oder in 16 Typen einteilen. Das Grundproblem ist nicht, dass die MBTI-Dimensionen bedeutungslos wären. Einige korrespondieren tatsächlich mit bekannten Persönlichkeitsmerkmalen. Das Problem ist die Typisierung.
Worin unterscheiden sich Big Five und MBTI genau?
Das Grundproblem ist nicht, dass seine Dimensionen vollkommen bedeutungslos wären. Einige korrespondieren tatsächlich mit bekannten Persönlichkeitsmerkmalen.
Das Problem ist die Typisierung.
Bereits klassische Vergleiche mit dem Fünf-Faktoren-Modell fanden keine überzeugende Evidenz dafür, dass die MBTI-Skalen tatsächlich qualitativ getrennte Typen abbilden. Vielmehr verhalten sie sich eher wie kontinuierliche Dimensionen.
Das erklärt etwas Interessantes:
Menschen können sich in MBTI-Beschreibungen durchaus wiedererkennen – ohne dass daraus folgt, dass es in der Bevölkerung tatsächlich 16 klar getrennte Persönlichkeitstypen gibt.
Mein Fazit:
Als Reflexionsanstoß kann MBTI Spaß machen. Für fundierte Persönlichkeitsdiagnostik sind dimensionale Big-Five-Verfahren die stärkere Grundlage.
Was bedeutet das praktisch?
Menschen können sich in MBTI-Beschreibungen wiederfinden, ohne dass daraus 16 natürlich getrennte Persönlichkeitstypen folgen.
Was wird dabei häufig verwechselt?
Mit „Wenn ich mich wiedererkenne, stimmt es“. Dass du dich in einer Typbeschreibung wiederfindest, zeigt nicht, dass es 16 klar getrennte Typen gibt.
Die Gedankenakrobaten-Perspektive
Die Gedankenakrobaten-Perspektive verbindet Persönlichkeit mit Kontext. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Merkmal vorhanden ist, sondern wann es hilft, was es kostet, welche Funktion Verhalten erfüllt und ob es zur heutigen Umwelt noch passt.