Kurz erklärt
Ein Persönlichkeitstyp fasst Menschen zu Kategorien zusammen: zum Beispiel „der Analytiker", „der Macher" oder „Typ Rot". Das ist eingängig – aber wissenschaftlich problematisch, wenn aus graduellen Unterschieden künstliche Grenzen gemacht werden.
Was ist ein Persönlichkeitstyp genau?
Ein Persönlichkeitstyp fasst Menschen zu Kategorien zusammen: zum Beispiel „der Analytiker", „der Macher" oder „Typ Rot".
Das ist eingängig – aber wissenschaftlich problematisch, wenn aus graduellen Unterschieden künstliche Grenzen gemacht werden.
Persönlichkeitsmerkmale verteilen sich überwiegend kontinuierlich. Zwei Menschen können sich auf Extraversion beispielsweise deutlich unterscheiden, ohne dass es irgendwo einen natürlichen Punkt gäbe, an dem der eine plötzlich „introvertiert" und der andere „extravertiert" wird.
Die APA definiert Persönlichkeitstypen entsprechend als Kategorien, in die Menschen aufgrund bestimmter Merkmale eingeordnet werden.
Typologien können als Kommunikationshilfe nützlich sein. Gefährlich werden sie, wenn aus
„Du zeigst momentan eine Tendenz zu …"
ein
„Du bist eben so."
wird.
Was bedeutet das praktisch?
Ein Farbtyp kann ein Gespräch eröffnen. Problematisch wird es, wenn daraus eine feste Identität und eine Erklärung für jedes Verhalten wird.
Womit wird ein Persönlichkeitstyp häufig verwechselt?
Mit einer Beobachtung von Verhalten. „Du verhältst dich oft wie ein Macher“ beschreibt etwas. „Du bist ein Macher“ macht daraus eine Kategorie.
Die Gedankenakrobaten-Perspektive
Die Gedankenakrobaten-Perspektive verbindet Persönlichkeit mit Kontext. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Merkmal vorhanden ist, sondern wann es hilft, was es kostet, welche Funktion Verhalten erfüllt und ob es zur heutigen Umwelt noch passt.