Kurz erklärt
Kompetenzen sind erlernbare Fähigkeiten und Verhaltensmöglichkeiten, mit denen Menschen Anforderungen bewältigen können. Und hier steckt eine wichtige Falle: Gut können bedeutet nicht automatisch gern tun.
Was sind Kompetenzen genau?
Kompetenzen sind erlernbare Fähigkeiten und Verhaltensmöglichkeiten, mit denen Menschen Anforderungen bewältigen können.
Und hier steckt eine wichtige Falle:
Gut können bedeutet nicht automatisch gern tun.
Du kannst hervorragend moderieren und danach vollkommen leer sein.
Du kannst unglaublich zuverlässig sein, weil du früh gelernt hast, dass Fehler gefährlich sind.
Du kannst Konflikte abfedern, weil du soziale Spannungen kaum aushältst.
Von außen sieht all das zunächst nach Kompetenz aus.
Deshalb interessiert mich zusätzlich:
Wie ist diese Kompetenz entstanden? Wie viel Kraft kostet sie? Und würdest du sie auch einsetzen, wenn niemand sie von dir erwartete?
Auch der LPP unterscheidet ausdrücklich zwischen Persönlichkeitsprofil und tatsächlich aufgebauten Kompetenzen und weist darauf hin, dass eine Kompetenz durch Lernerfahrungen stark entwickelt sein kann, obwohl sie einem persönlich weniger liegt.
Was bedeutet das praktisch?
Du kannst brillant moderieren und danach erschöpft sein. Kompetenz sagt zunächst, dass du etwas kannst – nicht, dass es dich nährt.
Womit werden Kompetenzen häufig verwechselt?
Nicht mit Stärken oder Präferenzen gleichsetzen. Etwas gut zu können heißt nicht, es gern oder mühelos zu tun.
Die Gedankenakrobaten-Perspektive
Die Gedankenakrobaten-Perspektive verbindet Persönlichkeit mit Kontext. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Merkmal vorhanden ist, sondern wann es hilft, was es kostet, welche Funktion Verhalten erfüllt und ob es zur heutigen Umwelt noch passt.
Und bei dir?
Wo zeigen sich Kompetenzen bei dir als Ressource, und unter welchen Bedingungen wird daraus Reibung, Aufwand oder ein Passungsproblem?
Was davon würdest du heute bewusst genauso wählen, und was läuft eher automatisch weiter?