Fünf typische Führungsfehler hochsensibler Menschen – und warum sie logisch sind
Wenn hochsensible Führungskräfte von „Fehlern“ lesen, passiert oft etwas Inneres:
Ein kurzes Zusammenziehen.
Ein leiser Gedanke: „Na toll. Noch mehr, was ich falsch mache.“
Deshalb sage ich das gleich zu Beginn klar:
Diese Fehler sind keine Defizite.
Sie sind nachvollziehbare Reaktionen eines feinen Systems in einer groben Welt.
Warum dieser Artikel trotzdem wichtig ist
Nicht, um dich zu korrigieren.
Sondern, um dir die Schuld aus der Hand zu nehmen und sie dorthin zu legen, wo sie hingehört: in unpassende Führungslogiken.
Fehler 1: Du erklärst zu lange – und zu viel
Hochsensible denken vernetzt.
Sie sehen Ursachen, Nebenwirkungen, emotionale Konsequenzen.
Wenn sie entscheiden, wissen sie oft, warum.
Also erklären sie es auch.
Nicht, um sich abzusichern.
Sondern aus Fairness.
Was dabei passiert:
Deine innere Komplexität wird nach außen sichtbar
Dein Gegenüber hört nicht Klarheit, sondern Prozess
Autorität wird versehentlich relativiert
👉 Das ist kein Kompetenzproblem.
👉 Es ist ein Übersetzungsproblem.
(Vertiefend dazu passt**: Hochsensibel führen heißt nicht: nett sein**.) Link einfügen
Fehler 2: Du verarbeitest Konflikte emotional – bevor sie überhaupt ausgesprochen sind
Hochsensible spüren Spannungen früh.
Also beginnen sie innerlich zu regulieren:
„Wie sage ich das so, dass es niemanden verletzt?“
„Was könnte das bei der anderen Person auslösen?“
Das Problem:
Der Konflikt liegt danach bei dir, nicht mehr im Raum.
Du trägst:
die Emotion
die Verantwortung
die Spannung
Und das oft allein.
👉 Genau dieses Muster führt langfristig zu dem, was wir in
Artikel innere Kündigung beschreiben: Link einfügen
Fehler 3: Du übernimmst Verantwortung, die nicht deine ist
Hochsensible springen ein, wenn etwas kippt.
Nicht aus Helfersyndrom, sondern aus Systemwahrnehmung.
Sie sehen:
wo Führung fehlt
wo Klarheit fehlt
wo jemand überfordert ist
Und füllen die Lücke.
Das System lernt: Sie macht das schon.
Du lernst: Ich bin ständig zuständig.
👉 Hier kippt emotionale Intelligenz langsam in emotionale Ausbeutung
(siehe Link einfügen).
Fehler 4: Du hältst zu lange aus
Hochsensible bleiben.
Sie reflektieren.
Sie hoffen auf Entwicklung.
Nicht aus Angst, sondern aus Tiefe.
Aber Tiefe ohne Resonanz wird irgendwann leer.
Viele bleiben, obwohl sie innerlich längst wissen:
Hier werde ich nicht mehr wirksam.
Fehler 5: Du machst dich selbst zum Problem
Der gefährlichste Fehler ist dieser:
Du beginnst, dich zu pathologisieren.
„Ich bin zu sensibel.“
„Ich müsste robuster sein.“
„Andere kommen doch auch klar.“
Dabei wäre die ehrlichere Frage:
Was passt hier strukturell nicht mehr zu mir?
Fazit
Diese „Fehler“ sind logisch.
Aber sie brauchen Korrektur durch Klarheit, nicht durch Härte.
Sie sind keine Charakterschwächen.
Sie sind logische Folgen von:
hoher Empathie
hoher Verantwortungsidentifikation
fehlenden Schutz- und Entscheidungsräumen
Du brauchst keine neue Persönlichkeit.
Du brauchst eine andere Führungsarchitektur.
👉 Wenn du hier tief genickt hast, lies unbedingt auch**: Das Nervensystem führt mit**. (Link)
Sanfte Hilfestellung (erste Schritte)
Weniger erklären, mehr entscheiden
Konflikte dort lassen, wo sie entstehen
Verantwortung klar trennen
Loyalität nicht mit Selbstaufgabe verwechseln
Und vor allem: aufhören, dich selbst zu bekämpfen.
Wenn du merkst, dass es nicht um „besser machen“, sondern um neu sortieren geht:
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Deine Kristin von #Gedankenakrobaten®
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