Warum hochsensible Führungskräfte selten ausbrennen, sondern innerlich kündigen

Viele hochsensible Führungskräfte sagen irgendwann einen Satz wie diesen:

„Ich bin nicht erschöpft. Ich funktioniere ja noch.
Aber innerlich bin ich irgendwie… raus.“

Und genau hier liegt der Denkfehler.

Denn das, was viele für „Stabilität“ halten, ist oft etwas anderes:
innerer Rückzug bei äußerer Leistungsfähigkeit.

Der Mythos vom Burnout

Burnout wird meist so beschrieben:

  • Überforderung

  • Leistungsabfall

  • Erschöpfung, die nicht mehr zu übersehen ist

Hochsensible Führungskräfte passen selten in dieses Bild.

Sie sind:

  • verantwortungsvoll

  • leistungsfähig

  • loyal

  • hoch engagiert

Und genau deshalb brennen sie oft nicht spektakulär aus.
Sie ziehen sich leise zurück.

Emotionale Erschöpfung ohne Leistungsabfall

Die Burnout-Forschung von Christina Maslach zeigt seit Jahren:
Emotionale Erschöpfung ist nicht automatisch mit schlechter Leistung verbunden.

Gerade bei Menschen mit:

  • hoher intrinsischer Motivation

  • starker Verantwortungsidentifikation

  • ausgeprägter Selbstkontrolle

bleibt die Leistung lange stabil.

Was verschwindet, ist etwas anderes:

  • Verbundenheit

  • Sinn

  • innere Beteiligung

Das erklärt, warum hochsensible Führungskräfte oft sagen:

„Ich mache meinen Job gut – aber er macht nichts mehr mit mir.“

Funktionieren statt fühlen

Hochsensible sind Meister:innen der Anpassung.
Sie können:

  • Spannungen ausgleichen

  • innere Reaktionen regulieren

  • Erwartungen erfüllen, ohne sich zu zeigen

Das Nervensystem schaltet dann nicht auf Überlastung, sondern auf Reduktion:
weniger fühlen, weniger hoffen, weniger inneres Investment.

Das ist kein Versagen.
Das ist ein Schutzmechanismus.

Frühe Warnsignale, die oft übersehen werden

Innere Kündigung zeigt sich nicht laut. Sondern subtil:

  • Zynismus („Ist halt so.“)

  • emotionale Distanz („Ist mir egal.“)

  • Gleichgültigkeit gegenüber Dingen, die früher wichtig waren

  • gedankliches Wegdriften

  • Rückzug aus echter Auseinandersetzung

Viele Hochsensible bewerten das falsch:

„Ich bin wohl einfach nicht mehr so motiviert.“

Nein.
Du bist unterfordert auf einer inneren Ebene, während du äußerlich zu viel trägst.

👉 Genau hier schließt der Kreis zu
„Hochsensible Führungskräfte: Warum sie Teams tragen – und sich selbst verlieren“.

Unterforderung als verdeckte Erschöpfung

Unterforderung bedeutet nicht Langeweile.
Sie bedeutet:

  • fehlende Wirksamkeit

  • fehlende Entwicklung

  • fehlende Passung zwischen innerer Komplexität und äußerer Rolle

Hochsensible Führungskräfte bleiben oft in Rollen,
die sie emotional fordern, aber inhaltlich nicht mehr nähren.

Das Ergebnis:
Energie wird verbraucht – aber nicht erneuert.

Gedankenakrobaten-Moment

Ich habe lange gedacht:
„Solange ich funktioniere, ist alles okay.“

Heute weiß ich:
Funktionieren ohne innere Beteiligung ist kein Erfolg.
Es ist ein Warnsignal.

Reflexionsfragen

  • Wo bin ich noch leistungsfähig, aber innerlich nicht mehr beteiligt?

  • Welche Anteile von mir kommen in meiner Rolle nicht mehr vor?

  • Was halte ich aufrecht, obwohl ich innerlich schon gegangen bin?

Fazit

Hochsensible Führungskräfte brennen oft nicht aus.
Sie verlassen sich innerlich selbst, lange bevor jemand etwas merkt.

Wenn du verstehen willst, warum dein System das so macht, lies weiter:
👉 Das Nervensystem führt mit: Hochsensibilität in Verantwortung

Wenn du spürst, dass es nicht um „mehr Erholung“, sondern um eine grundsätzliche Neuordnung geht,
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Deine Kristin von #Gedankenakrobaten®

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