Führung ohne Schutzraum: Warum Hochsensibilität klare Grenzen braucht
Grenzen gelten als Persönlichkeitsfrage.
„Manche können das, andere nicht.“
Das ist bequem.
Und falsch.
Warum fehlende Grenzen kein Charakter-, sondern ein Strukturproblem sind
Die Arbeitspsychologie ist hier eindeutig:
Dauerstress entsteht dort, wo hohe Anforderungen auf geringe Abgrenzung treffen.
Das Job-Demands-Resources-Modell zeigt:
Nicht die Belastung allein macht krank, sondern das Fehlen von Schutzfaktoren.
Für hochsensible Führungskräfte sind diese Schutzfaktoren oft:
klare Rollen
eindeutige Zuständigkeiten
begrenzte emotionale Verantwortung
Fehlen sie, bleibt das Nervensystem im Dauer-Alarmmodus.
Nicht laut. Nicht panisch.
Sondern konstant.
Die große Fehlannahme: Grenzen schaden Beziehungen
Viele Hochsensible glauben:
„Wenn ich klarer werde, verliere ich Verbindung.“
Tatsächlich passiert das Gegenteil.
Unklare Grenzen erzeugen:
emotionale Nähe ohne Sicherheit
Verantwortungsdiffusion
unterschwelligen Groll
Klare Grenzen schaffen:
Orientierung
Entlastung
echte Verbindung
Typische Grenzverzerrungen hochsensibler Leader
Vielleicht erkennst du dich hier wieder:
Du erklärst Entscheidungen übermäßig, um niemanden zu verletzen
Du übernimmst emotionale Themen, weil „es sonst keiner tut“
Du bist zuständig – ohne echte Macht
Das wirkt empathisch.
Ist aber strukturell unfair – dir gegenüber.
Gedankenakrobaten-Moment
Ich habe lange geglaubt, Grenzen seien etwas, das man fühlen müsse.
Heute weiß ich: Grenzen sind etwas, das man entwirft.
Reflexionsfragen
Wo bin ich emotional erreichbar, obwohl es mir schadet?
Welche Grenze würde mein System sofort entlasten?
Wo erkläre ich, statt zu führen?
Fazit
Grenzen machen dich nicht hart.
Sie machen deine Empathie tragfähig.
Wenn du dich fragst, ob deine Sensibilität gerade geschützt oder benutzt wird, lies weiter:
👉 Emotionale Intelligenz oder emotionale Ausbeutung?
Führung beginnt da, wo es unbequem wird. Genau dort fängt Wirkung an.
Deine Kristin von #Gedankenakrobaten®
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