Führung ohne Schutzraum: Warum Hochsensibilität klare Grenzen braucht

Grenzen gelten als Persönlichkeitsfrage.
„Manche können das, andere nicht.“

Das ist bequem.
Und falsch.

Warum fehlende Grenzen kein Charakter-, sondern ein Strukturproblem sind

Die Arbeitspsychologie ist hier eindeutig:
Dauerstress entsteht dort, wo hohe Anforderungen auf geringe Abgrenzung treffen.

Das Job-Demands-Resources-Modell zeigt:
Nicht die Belastung allein macht krank, sondern das Fehlen von Schutzfaktoren.

Für hochsensible Führungskräfte sind diese Schutzfaktoren oft:

  • klare Rollen

  • eindeutige Zuständigkeiten

  • begrenzte emotionale Verantwortung

Fehlen sie, bleibt das Nervensystem im Dauer-Alarmmodus.

Nicht laut. Nicht panisch.
Sondern konstant.

Die große Fehlannahme: Grenzen schaden Beziehungen

Viele Hochsensible glauben:

„Wenn ich klarer werde, verliere ich Verbindung.“

Tatsächlich passiert das Gegenteil.

Unklare Grenzen erzeugen:

  • emotionale Nähe ohne Sicherheit

  • Verantwortungsdiffusion

  • unterschwelligen Groll

Klare Grenzen schaffen:

  • Orientierung

  • Entlastung

  • echte Verbindung

Typische Grenzverzerrungen hochsensibler Leader

Vielleicht erkennst du dich hier wieder:

  • Du erklärst Entscheidungen übermäßig, um niemanden zu verletzen

  • Du übernimmst emotionale Themen, weil „es sonst keiner tut“

  • Du bist zuständig – ohne echte Macht

Das wirkt empathisch.
Ist aber strukturell unfair – dir gegenüber.

Gedankenakrobaten-Moment

Ich habe lange geglaubt, Grenzen seien etwas, das man fühlen müsse.
Heute weiß ich: Grenzen sind etwas, das man entwirft.

Reflexionsfragen

  • Wo bin ich emotional erreichbar, obwohl es mir schadet?

  • Welche Grenze würde mein System sofort entlasten?

  • Wo erkläre ich, statt zu führen?

Fazit

Grenzen machen dich nicht hart.
Sie machen deine Empathie tragfähig.

Wenn du dich fragst, ob deine Sensibilität gerade geschützt oder benutzt wird, lies weiter:
👉 Emotionale Intelligenz oder emotionale Ausbeutung?

 

Führung beginnt da, wo es unbequem wird. Genau dort fängt Wirkung an.

Deine Kristin von #Gedankenakrobaten®

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