Kurz erklärt
Validität bezeichnet die Frage, wie gut die Interpretation eines Testergebnisses durch theoretische und empirische Evidenz gerechtfertigt ist. Ein Test kann hervorragend zuverlässig sein und trotzdem das Falsche messen.
Was bedeutet Validität genau?
Validität bezeichnet die Frage, wie gut die Interpretation eines Testergebnisses durch theoretische und empirische Evidenz gerechtfertigt ist.
Ein Test kann hervorragend zuverlässig sein und trotzdem das Falsche messen.
Eine Personenwaage, die jeden Morgen exakt zwei Kilogramm zu viel anzeigt, ist ziemlich reliabel – aber nicht valide.
Bei psychologischen Tests interessiert beispielsweise:
Passt die theoretische Konstruktion?
Hängen die Ergebnisse mit anderen passenden Messungen zusammen?
Lassen sich relevante Verhaltensweisen oder Kriterien vorhersagen?
Validität ist deshalb keine Eigenschaft, die ein Test einfach „hat". Sie bezieht sich immer auf die Interpretation und Verwendung seiner Ergebnisse.
Was bedeutet das praktisch?
Ein Test kann immer dasselbe Ergebnis liefern und trotzdem nicht das messen, was behauptet wird.
Womit wird Validität häufig verwechselt?
Mit Reliabilität. Reliabilität fragt, ob ein Test genau misst. Validität fragt, ob er das Richtige misst.
Die Gedankenakrobaten-Perspektive
Die Gedankenakrobaten-Perspektive verbindet Persönlichkeit mit Kontext. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Merkmal vorhanden ist, sondern wann es hilft, was es kostet, welche Funktion Verhalten erfüllt und ob es zur heutigen Umwelt noch passt.